Beitrag Förster

Anpassung der maritimen Hochschulausbildung an europäische Standards

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Förster, Dipl.-Ing. Gerrit Tuschling
Hochschule Wismar - University of Technology, Business and Design; Fachbereich Seefahrt

  1. Vorbemerkungen
  2. Historischer Hintergrund
  3. Nationale Umsetzung
  4. Konzept Bachelor und Master
    1. Bildungspolitik und Bildungsbedarfsanalyse
      1. Bildungspolitik
      2. Bildungsbedarf
        1. Nautischer Primärbereich
        2. Nautischer und Technischer Sekundärbereich
    2. Entwicklung des Konzeptes Bachelor am Fachbereich Seefahrt in Warnemünde
    3. Bildungsprogramm Bachelor und Master


1. Vorbemerkungen

Bachelor und Master war noch vor 5 Jahren im deutschen Bildungs-Sprachgebrauch wenig verbreitet. Heute bewegt es sehr emotional geprägt eine zunehmend breitere Bevölkerungsschicht. Bachelor und Master Lust oder Frust, Sinn oder Unsinn das ist die gegenwärtig sehr kontrovers diskutierte Frage auf dem Gebiet der Bildungspolitik, auf die es verschiedene Antworten gibt. Sie ist eindeutig beantwortet aus Sicht der Politik, Resonanzen aus der unmittelbar betroffenen Praxis sind dagegen spärlich, oder bleiben gänzlich aus.
Schneller studieren und bessere Berufschancen - dies versprechen die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge. Doch viele Unternehmen können die Qualifikationen der Absolventen schlecht einschätzen. Absolventen mit diesen Abschlüssen hatten in der Vergangenheit einen schweren Stand beim Berufseinstieg. Sie galten als "Dünnbrettbohrer" und waren für den Arbeitgeber hinsichtlich erreichter Qualifikation ein großes Fragezeichen. Der Grund: Informationen über die gestuften neuen Abschlüsse fehlen oder sind unbekannt.
Dennoch drängen Absolventen von Bachelor-Studiengängen in den Beruf. Entgegen vieler Skepsis gelingt der Einstieg in das Berufsleben besser als erwartet. "Bachelor Welcome" war eine Initiative von 15 deutschen Großunternehmen, die im Juni diesen Jahres mit dem Ziel gestartet wurde, Interesse für Bachelor-Absolventen zu wecken und sie freundlicher und mit Respekt vor ihrer Qualifikation zu empfangen. Ungeachtet des Abschlusses bleibt allerdings auf der Arbeitgeberseite die Forderung nach uneingeschränkter Eignung für den Beruf.
Maritime Ausbildung orientiert sich an internationalen Bildungsstandards. Bachelor- und Master-Abschlüsse sind von da her für die internationalen Arbeitgeber keine so unbekannte Größe.
Im Rahmen der internationalen Globalisierung denken maritime Bildungsstätten aus dem nicht angelsächsischen Raum, die diese Abschlüsse bisher nicht angeboten haben, intensiv über eine Umstellung nach. Die politischen Weichen hierfür sind gestellt.


2. Historischer Hintergrund

Der Wille zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen ist keiner Vision einiger "durchgedrehter" Hochschullehrer entsprungen. Die Quelle des Willens liegt im Bildungsbestreben der Menschen begründet und wurde von politischer Seite freigesetzt. Menschen in den vergangenen Jahrhunderten waren von je her bestrebt, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten an verschiedenen Plätzen der Welt zu erlangen. Die Voraussetzungen zur umfassenden Profilierung waren an einem Ort der Welt noch nie vorhanden. Der Entwicklungsweg, aus der Geschichte hervorgegangener Genies, war stets geprägt von intensiven Bildungsreisen unterschiedlicher Länge, gepaart mit verschiedensten praktischen Tätigkeiten. Dabei sollte an verschiedenen Universitäten der Welt bereits vorhandenes Wissen vertieft, aber auch Neues erlangt werden. Neben dem reinen Wissenszugewinn hatte die praktische Seite einen nahezu gleichen Stellenwert. Bildungsreisen zielten sowohl auf die Wissensebene als auch auf die Könnensebene. Sehr früh haben intelligente Studenten diese Dialektik erkannt und zielstrebig, oft mit leidvollen menschlichen Schicksalen verbunden, umgesetzt. Hier war Eigeninitiative gefragt. Es gab keine Rahmenbedingungen dafür. Das sollte sich Ende des 20. Jahrhunderts ändern.

Vier Minister Frankreichs, Deutschland, Großbritanniens und Italiens gaben am 25.Mai 1998 in Paris, an der Sorbonne, eine gemeinsame Erklärung zur Harmonisierung der Architektur der europäischen Hochschulbildung ab. Erklärtes Ziel der vier Bildungsminister war die Schaffung eines europäischen Raums für Hochschulbildung, in dem nationale Identitäten und gemeinsame Interessen interagieren und sich gegenseitig stärken können zum Wohle Europas, seiner Studenten und seiner Bürger allgemein.

Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und andere europäischer Staaten wurden aufgerufen dieses Bemühen zu unterstützen. Gleichzeitig wurden alle europäischen Universitäten ermuntert, die Position Europas in der Welt durch eine ständig verbesserte und moderne Bildung für seine Bürger zu festigen. Diese Initialzündung setze einen intensiven Entwicklungsprozess in Gang.

In Bologna wurde bereits ein Jahr später von 29 Staaten dieser Entwicklungsweg vereinbart. Die sogenannte "Bologna-Declaration" steht am Anfang eines Entwicklungsprozesses, der über die Etappen Prag 2001 und Berlin 2003 fortgesetzt wurde.

Wichtige Eckdaten zur Systemeinführung sind festgelegt:

  • Schaffung der Voraussetzungen (Rahmenbedingungen) zur Entwicklung eines Europäischen Hochschulraumes mit dem Ziel des Zugangs zu höherer Bildung
  • Entwicklung des Europäischen Systems zur weltweiten Anwendung
  • Einführung eines 2 Stufen Systems Bachelor und Master
  • Erster berufsqualifizierender Abschluss
  • Schaffung Fachübergreifende Qualifizierungen
  • Einführung eines Leistungspunktsystems
  • Kreditierungssystem ECTS- European Credit Transfer System
  • Studienbegleitende Prüfungen
  • Akkreditierung des Systems


3. Nationale Umsetzung

Eine Europäische Angleichung von Bildungsstandards setzt nationale Angleichung voraus.
Die Bundesrepublik Deutschland, als Mitinitiator dieses Entwicklungsprozesses hat sehr schnell nationale Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Die Konferenz der Kultusminister hat auf den Bologna-Prozess in mehreren Sitzungen reagiert und sich für die Schaffung nationaler Rahmenbedingungen zur Entwicklung eines Europäischen Hochschulraumes eindeutig positioniert. Damit waren die Weichen in Deutschland auf Einführung gestellt. Das Hochschulrahmengesetz wurde angepasst und verbindliche Strukturvorgaben für Bachelor- und Masterstudiengänge entwickelt.

Zu diesen grundlegenden Strukturvorgaben zählen im Einzelnen:

  • Bildungsstruktur
  • Studienstruktur und Studiendauer
  • Zugangsvoraussetzungen
  • Studiengangsprofiltyp
  • Studiengangsart
  • Modularisierung und Leistungspunktsystem
  • Bezeichnung der Abschlüsse
  • Gleichstellung
  • Akkreditierung der Bachelor- und Master-Studiengänge

Die zukünftige Anerkennung neu strukturierter Studiengänge setzt eine strikte Umsetzung dieser Strukturvorgabe voraus.
Mit dieser Strukturvorgabe ist keine Reglementierung des individuellen Studienverhaltens verbunden. Allerdings ist die Umsetzung der Struktur im Interesse der Etablierung des Europäischen Hochschulraumes politisch vorgegeben und umzusetzen. Die Umsetzung hat bis zum Jahr 2010 zu erfolgen (Beschluss: Bolgna-Konferenz).

Der Fachbereich Seefahrt hat als Reaktion auf den Beschluss der Kultusministerkonferenz die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen für das Jahr 2005 beschlossen. Neben der Umsetzung der grundlegenden Strukturvorgaben war für die maritime Bildungsstrecke die bereits vorhandene Ausrichtung nach international verbindlichen Standards mit zu berücksichtigen. Der Fachbereich Seefahrt hat für diese Aufgabe eine Arbeitsgruppe einberufen, die diese Umsetzung vorbereitet.

Einem langen internationalen Entwicklungsprozess folgend wurden von der IMO mit der Einführung von STCW 78 erstmals Bildungsstandards für die maritime Ausbildung verbindlich festgesetzt und mit den Amendments 1995 präzisiert. National wurden diese Standards durch die StAK im Jahr 1998 durch Verabschiedung einer Rahmenordnung für die Seefahrtsbildungsstätten verbindlich festgelegt, die Schiffsoffiziersausbildungsverordnung wurde 1998 dieser Entwicklung angepasst. Gegenwärtig erfolgt die Ausbildung der Studenten am Fachbereich Seefahrt der Hochschule Wismar zur Erlangung eines nautischen und technischen Befähigungszeugnisses mit der Graduierung Dipl. Ing. FH nach diesen Standards. Die Ausbildung ist nach einem Qualitätsmanagementsystem zertifiziert. Damit ist die Umsetzung der StAK-Rahmenordnung anerkannt und unterliegt einer ständigen Qualitätskontrolle.

Eine Umstrukturierung darf diese Bildungsstandards nicht unterschreiten, wohl aber vertiefen.

Die StAK hat sich zu dieser internationalen und nationalen Entwicklung in der Bildungspolitik positioniert und beschlossen, die maritime Hochschulausbildung nach Bachelor und Master neu zu strukturieren. Aus diesem Grund hat sie 2 Arbeitsgruppen gebildet, die erforderliche Prämissen für diesen Schritt erarbeiten. Die Beschlussfassung durch die StAK wird im Dezember 2004 für die Ausbildung in beiden Studienrichtungen erwartet. Folgende Randbedingungen wurden bisher notiert.


4. Bachelor Studienkonzept für die maritime Hochschulausbildung

Die Einführung von Bachelor und Masterstudiengängen am Fachbereich Seefahrt erfolgt in 3 Bearbeitungsschritten.

4.1 Bildungspolitik und Bildungsbedarfsanalyse

4.1.1 Bildungspolitik

Durch die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen trägt der Fachbereich Seefahrt zur allgemeinen Öffnung des Hochschulzugangs und damit verbunden zur allgemeinen Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Bildungssystems bei. Eine inhaltliche Modularisierung des Lehrangebotes führt zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, durch Effizienzsteigerung und nationale und internationale Anschlussfähigkeit.
Die einmalige Chance zur Umgestaltung bestehender Bildungsstrukturen ist nicht nur eine Entwicklungsperspektive für den Hochschulstandort Wismar-Rostock, sondern auch profilprägend für den Fachbereich Seefahrt und die Regionalentwicklung.

  • Entwicklungsperspektive für den, Fachbereich Seefahrt
    • Konzentration von Kompetenz an einem Standort
    • Angebotsdifferenzierung durch bedarfsgerechtere Angebote
    • Festigung Primärbereich (Befähigungszeugnisse)
    • Verbesserung der Weiterbildungsfähigkeit der Absolventen
    • Entwicklung neuer Kompetenzfelder für die Absolventen
    • Verbesserung der Rahmenbedingungen für Aus- und Fortbildung
  • Profilbildung vor Ort am Standort Warnemünde
    • Gewinnung eines eigenständigen Profils am FB Seefahrt
    • Glaubwürdigkeit der Bachelor- und Masterabschlüsse am neuen Markt
    • Stärkere Ausrichtung auf die Nachfrage aus der maritimen Wirtschaft sowie des öffentlichen Dienstes
    • Erhöhung der Eigenverantwortlichkeit in der Personalentscheidung
    • Gleichbehandlung von Bachelor- und Masterabschlüssen


4.1.2 Bildungsbedarf

4.1.2.1 Nautischer Primärbereich

Bildung orientiert sich stets an einem vorhandenen Bedarf in der Praxis. Die Bedarfsermittlung wird damit zur Grundvoraussetzung für die Einführung neuer Studiensysteme. Nach gegenwärtigen nationalen Bedarfsprognosen für den nautischen und technischen Primärbereich ist von einem mittleren Nachwuchsbedarf von ca. 200 Nautikern/Jahr und ca. 200 Schiffsbetriebstechnikern/Jahr auszugehen. Unter Berücksichtigung der beabsichtigten Rückflaggung von deutschen Schiffen wird der Bedarf an Schiffsoffizieren höher liegen.
Nicht erfasst ist die gesamte internationale Schifffahrt. Nach einer Studie der BIMCO (Baltic and International Marine Council) und der ISF (International Shipping Federation) ist innerhalb von Europa von einer Zahl von 36.000 fehlenden Schiffsoffizieren auszugehen. Der weltweite Fehlbestand an nautischen und technischen Schiffsoffizieren wird sich bis zum Jahr 2010 auf 46.000 ausweiten.


4.1.2.2 Nautischer und Technischer Sekundärbereich

Ungeachtet dieser Zahlen prognostiziert auch der maritime Sekundärbereich zunehmend einen akuten Bedarf an Schiffsoffizieren. Da der Nachwuchsbedarf im Sekundärbereich sich zu erheblichen Teilen aus der Fluktuation des Primärbereiches ergibt, so ist dieser Bedarf nicht ohne weiteres dem Primärbereich zuzuschlagen. Eine genaue Quantifizierung des Nachwuchsbedarfes im Sekundärbereich mit aktuellen Zahlen ist gegenwärtig außerordentlich schwierig. Das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung Hannover hat mit Stand 1992 für einen Betrachtungszeitraum von 1992-2005 einen jährlichen Nachwuchsbedarf an nautischen Patentträgern für den nationalen Sekundärbereich von mindestens 112 ermittelt.

Absolventenbedarf Nautik:

  • Inspektoren bei in- und ausländischen Reedereien
  • Lotse in einer Brüderschaft
  • VTS-Operateur in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
  • Beamte in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion bzw. beim BMVBW
  • Aufsichtsinspektor bei einer Klassifikationsgesellschaft
  • Lehrtätigkeit in einer Seefahrtbildungsstätte
  • Forschungstätigkeit im Bereich Drittmittelforschung

Eine ähnliche Analyse für den Bereich der Schiffsingenieure liegt nicht vor. Da deren Verweilzeit in der Flotte aber geringer ist als die der Nautiker, kann mit einem mindestens gleich großen Bedarf im Sekundärbereich gerechnet werden. Damit steigt der Bedarf an ausgebildeten Schiffsoffizieren im nautischen und technischen Bereich auf jeweils ca. 400 pro Jahr.

Absolventenbedarf Technik:

  • Inspektor bei in- und ausländischen Reedereien
  • Beamte bei Aufsichtsbehörden und Schifffahrtsverwaltungen
  • Besichtiger bei Klassifikationsgesellschaften
  • Lehrtätigkeit in einer Seefahrtbildungsstätte
  • Betriebsingenieur in Maschinen- und Anlagenbetrieben
  • Vertriebs- und Serviceingenieur in der Zulieferindustrie des Schiffbaus und der Schifffahrt
  • Forschungstätigkeit im Bereich Drittmittelforschung

Auch der gesamte Bereich des Öffentlichen Dienstes speist einen Großteil seines Bedarfs aus dem Sekundärbereich. Hierzu zählen:

  • Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
  • Wasser- und Schiffahrtsdirektionen
  • Wasserschutzpolizei
  • Zoll
  • Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie

Bedarfszahlen hierzu liegen noch nicht vor.

Es gibt gegenwärtig und zukünftig einen ständig steigenden Bedarf an Schiffsoffizieren für den maritimen Primärbereich. Ausbildung am Fachbereich Seefahrt orientiert sich an diesem Bedarf. Für den maritimen Sekundärbereich zeigt sich ein zunehmend deutlicher Bedarf an qualifizierten Schiffsoffizieren. Die Ausbildung am Fachbereich Seefahrt wird sich auch an diesem Bedarf orientieren. Um den neuen Anforderungen gerechter zu werden, sind vorhandene Strukturen am Fachbereich zu verändern.


4.2 Entwicklung des Konzeptes Bachelor am Fachbereich Seefahrt in Warnemünde

Mit der Bologna-Erklärung sind innerhalb Europas die Weichen auf Bachelor und Master gestellt. Mit Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.09.2000 sind die Weichen auf nationaler Ebene gestellt worden. Die StAK hat sich dieser Entwicklung nicht verschlossen und die Umstrukturierung gefordert. Somit sind die Voraussetzungen für eine transnationale Anerkennung von Studienleistungen beim Hochschulwechsel und auf dem internationalen Arbeitsmarkt gegeben. Im Interesse einer hohen Mobilität der Studierenden ist ein neu zu entwickelndes Konzept nach hochschulübergreifenden Standards auszurichten. Dabei war die Strukturvorgabe durch die Kultusministerkonferenz der Leitfaden.
Das Konzept für die zukünftigen maritimen Bachelorstudiengänge stellt sich wie folgt dar.

  • Bildungsstruktur
    • Integration von Bachelor und Master in ein geschlossenes Bildungssystems
  • Studienstruktur und Studiendauer
    • Eigenständigkeit von Bachelor- und Masterstudiengang
    • Anzahl Bachelorstudiengänge mit Benennung
    • Anzahl Masterstudiengänge mit Benennung
    • Regelstudienzeit
    • Qualitätssicherung
    • Studierbarkeit
  • Zugangsvoraussetzungen
    • Nach herkömmlichen Abschlüssen
    • Nach neuen Abschlüssen
  • Studiengangsprofiltyp
    • Anwendungsorientiert
    • Forschungsorientiert
  • Studiengangsart
    • Konsekutiv
    • Nicht-konsekutiv
    • Weiterbildender Studiengang
  • Modularisierung und Leistungspunktsystem
    • Inhalte und Qualifikationsziele
    • Lehrform
    • Voraussetzung für die Teilnahme
    • Verwendbarkeit des Moduls
    • Moduldauer
    • Interdisziplinarität
    • Leistungspunkte und Noten
  • Bezeichnung der Abschlüsse
    • Ingenieurwissenschaftlich
    • Wirtschaftswissenschaftlich
    • Genaue Benennung
  • Gleichstellung
    • Erfüllung STCW
    • Gleichbleibende Berechtigungen wie Dipl.-Ing. FH bei Bewerbungen


4.3 Bildungsprogramm Bachelor und Master

Bachelor und Master bieten gute Voraussetzungen, das Studienangebot am FB-Seefahrt noch attraktiver, flexibler, effektiver und besser studierbar zu gestalten. Durch das Stufenmodell kann der Forderung nach einer ganzheitlichen Bildung stärker Rechnung getragen werden. Die Bachelorstufe sichert der maritimen Wirtschaft eine breite Deckung des Bedarfs. Das zukünftige Personal ist für den Einsatz berufsqualifiziert. Die Zeit für die Erlangung dieser Qualifikation ist zeitlich klar begrenzt.
Die fachübergreifende weiterführende Qualifizierung über Masterprogramme bietet die einmalige Chance für die Entwicklung eines ganzheitlichen Bildungssystems. Hierin liegt ein deutlicher Fortschritt begründet.
Ein ganzheitliches Bildungsprogramm, vom Berufseinstieg bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben steht am Ende des eingeleiteten Entwicklungsprozesses. Dieses Programm ist sowohl von der Bildungsseite als auch der Bedarfsseite gemeinsam zu entwickeln und in neue Strukturen einzubinden. Grundsätzlich ist eine parallele Weiterführung von alten und neuen Studiengängen nicht mehr zulässig. Eine Übertragung alter Strukturen auf das neue System wird nicht zu den gewollten Bildungszielen führen. Das gegenwärtige Entwicklungskonzept ist in ein ganzheitlich geschlossenes Bildungsprogramm einzubinden. Nachfolgende Schwerpunkte bedürfen hierfür einer weiterführenden Klärung.

  • Machbarkeit
    • Klärung von Problemen, die bei der Durchführung Bachelor- und Master- Ausbildung und einem Einsatz dieses Personals im Dienstbetrieb der maritimen Wirtschaft auftreten bzw. zu erwarten sind. (insbesondere Laufbahn-, Besoldungs- und Arbeitsrecht; Dienstorganisation, Auswirkungen auf Dienstablauf am FB-Seefahrt
  • Formulierung des Aus- und Fortbildungsbedarfs innerhalb der maritimen Wirtschaft
  • Entwicklung eines modular aufgebauten Ausbildungsprogramms für Bachelor und Master - Programmstruktur
    • Welche Lehrmodule sind Bestandteil der Bachelor- Ausbildung
    • Welche Lehrmodule sind Bestandteil der Master- Ausbildung
    • Nutzbarkeit der Module untereinander
    • welche Stundenvolumina/Zeitaufwand stecken hinter jedem Lehrmodul
    • welche Mittel/Ressourcen werden benötigt
  • Organisation der Ausbildung
    • Wer führt die Ausbildung durch
    • Wer ist verantwortlich für die Ausbildung
    • Wer ist verantwortlich für Ausbildungserfolg
  • Modularisierung und Leistungspunktsystem
    • Abfolge der Lehrmodule
    • Zuordnung der Lehrmodule zu Berufungsgebieten
    • Vergabe von ECTS-Punkten
  • Personelle Absicherung
    • Eigene Kompetenz
    • Kompetenz Import von HSW
    • Kompetenz Import von Außerhalb
  • Qualitätssicherung und Akkreditierung
    • Integration Bachelor- und Master in das bestehende Qualitätsmanagement System am FB-Seefahrt
    • Nachweis Akkreditierungsanforderungen

Bachelor und Master "Lust oder Frust" die Antwort auf diese Frage vermag ich nicht zu geben. Es ist sicher von Beidem etwas dabei.

Grundsätzlich bietet sich eine Einmalige Chance der Umstrukturierung der Bildungslandschaft, die genutzt werden sollte.