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Vorbereitende Maßnahmen der STAUN zur Bekämpfung vom Meeresverschmutzungen

Henry Naylor
StAUN Stralsund


Zu den Aufgaben der Länder gehört, im Rahmen der Landeswassergesetze, die Reinigung der Gewässer. Mecklenburg-Vorpommern hat mit der Regelung des § 108 Landeswassergesetz die Zuständigkeit für die Küstengewässer den StAUN übertragen. So wird die Aufgabe der Bekämpfung von Ölhavarien im Küstenbereich und auf dem Strand durch die Wasserbehörden des für den jeweiligen Abschnitt zuständigen StAUN Schwerin, Rostock, Stralsund oder Ueckermünde wahrgenommen.

Auf den Seewasserstraßen greift das Seeaufgabengesetz, das auch die Abwehr von der Schifffahrt ausgehender Gefahren und Umwelteinwirkungen durch die Schiffahrtpolizei umfaßt. Daneben koordiniert das Verwaltungsabkommen des Bundes und der Küstenländer von 1995, das ein komplexes Zusammenwirken der Behörden absichern soll, gemeinsame Vorsorgemaßnahmen und Aktivitäten für den gesamten Bereich vom Ufer bis auf die hohe See der Nord- und Ostsee. Entsprechend der ELG-Richtlinie werden größere Schäden mit gemeinsamen Mitteln bekämpft.

So beschafft und betreibt der Bund die für die Hohe See erforderlichen Schiffe und Geräte. Für den Schutz der Küstengewässer und der Strände durch das Land wurden in Mecklenburg-Vorpommern seit 1995 Schiffe und Geräte im Wert von ca. 10 Mio DM angeschafft, wobei das Spezialschiff "Vilm", das auch bei der Pallas eingesetzt war, allein noch einmal soviel gekostet hat.

Diese Geräte müssen sich besonders durch gute Flachwassereigenschaften auszeichnen, um die Verbindung zwischen den von Land und See aus operierenden Kräften zu gewährleisten. Zum Beispiel wurden für diese Aufgaben speziell zwei Landungsboote der Marine umgerüstet.

Sie werden bei der Feuerwehr See in Rostock und bei der Tankreinigungsfirma Heinrich Doege in Stralsund vorgehalten. Die Feuerwehr der HST betreibt einen Ölmopkatamaran. Das Land hat mit diesen Partnern, sowie mit dem THW besondere Verträge geschlossen, die Wartung und Pflege, aber auch regelmäßige Übungen absichern.

Alle Partner sind durch den Jahresübungsplan verpflichtet, entsprechende Übungen abzuhalten. Diese werden mit dem StAUN als der geräteführenden Stelle abgestimmt. Einmal im Jahr findet im Wechsel unter der Regie eines der Küstenländer gemeinsam mit dem Bund eine Komplexübung statt.