Warum gibt es dieses Projekt?
Für Brückenausrüster von
SOLAS Schiffen gibt es Zwänge durch unzureichende oder
überalterte Normung und/oder Vorschriften. Verbleibende
Freiräume für Innovationen werden durch das Tagesgeschäft
unterdrückt.
Yachtausrüster sind SOLAS nicht
primär unterworfen. Bei Ihnen erfolgt eine Individuelle
Bedienung von Kundenwünschen. Die Funktionalität der so
entstehenden Brücken wird durch die Intuition des Kunden
bestimmt.
Das Brückendesign sagt nichts über
den Grad der Integration der Systeme oder die hinterlegte Innovation
aus. Ein offener Ansatz für die Gestaltung einer Brücke
fehlt. Es gibt:
- keine einheitliche Bedienung
- kein standardisierter Einbau/Austausch
- kein einheitliches Datenmanagement
- keine einheitliche Alarmbehandlung
- keine übergreifende Systemarchitektur
- kein Sicherheitskonzept
Hier einige Kommentare von Brückenpersonal zu den aktuellen Systemen:
- It works but it needs something!
- When we really need the technology, it is no help!
- I try to understand how the guy who built it was thinking!
- How will my switching off this part affect the rest of the system?
Zum Projektstart galten folgende Standards:
- IEC 61162 (NMEA) für Datenaustausch
- Entwurf IEC 61924 für Integrierte Navigationssystem20
Ziele des Projekts
- Assistenzfunktionen zum Abfedern der mentalen Belastung
- Transparenz und Leichtigkeit in der Bedienung
- Integration landseitiger Servicefunktionen
- Rückkopplungen zwischen Sensoren und verarbeitenden Einheiten
- Schnelle Fehlererkennung und Korrektur von Fehlfunktionen
- Sicherung von Default-Abläufen in verschiedenen Prozessen der Schiffsführung
- Sicherung der zeitlichen Gültigkeit der Normen /EC-Standards
- menschengerechte Gestaltung des Arbeitsumfeldes
Wege zur innovativen Schiffsführungszentrale
- funktional einheitlich gestaltete Arbeitsplätze
- einheitliches und ergonomisches Bedienkonzept
- modulares Konzept für das Brückendesign
- standardisierte Einbauten
- integrierende Systemarchitektur
- einheitliches Daten-, Informations- und Alarmhandling
- Untersuchung neuartiger System- und Assistenzfunktionen zur Reduktion der mentalen Belastung des Brückenpersonales
- Erarbeitung einer psychologischen Theorie des Handelns von Menschen auf der Brücke
- Vorschlag eines offenen, modularen Ansatzes für eine Standardbrücke
Vorteile der integrierten Brücke
- Miniaturisierung der Brückenausrüstung bei gleichzeitiger Erhöhung der Robustheit des gesamten Brückensystems
- Zuverlässigkeit sowohl der Signal- und Informationswege als auch der Funktionalität der Brücke auch in Extremsituationen (Wetter und Seegang)
- Verringerung des Sicherheitsrisikos
- Vermeidung von Fehlbedienungen.
- Reduzierung des Trainingsaufwandes
- Transparenz in den System- und Alarmzuständen
- Kostensenkung bei Planung, Bau, Montage und Wartung
- leichter Wechsel von Schiff zu Schiff bei erhöhter Bediensicherheit
Ergebnisse des Projekts
- Referenzmodell für Reeder, Zulassungsbehörden, Werften, Zulieferindustrie sowie für aufsetzende Forschungsvorhaben
- Verbesserung der Funktionalität
integrierter Brückenanlagen
- Universelle Verwertung für jedes Werftprofil bei der Konstruktion und Bau der Brücke sowie deren Ausrüstung
- Erhöhung der Sicherheit im laufenden Seebetrieb
- Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Reeder, Werften, Schiffsbrückenausrüster und deren Zulieferer
Abschlusspräsentation der Projektpartner
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